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Wetter-News: NACHTFRÖSTE VERNICHTEN TEILWEISE DIE OBSTBAUMBLÜTE
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 21.04.2017 07:14
NACHTFRÖSTE VERNICHTEN TEILWEISE DIE OBSTBAUMBLÜTE

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Wiesbaden (Q.met) - Die Nachtfröste der letzten beiden Nächte haben den Obstbaumblüten schwer zugesetzt. Mancherorts sind erhebliche Schäden zu beklagen, die Ernte ist stark gefährdet. Vor allem die Apfelblüten hat es erwischt.

Die Konstellation hätte schlechter kaum sein können. Erst wird der März viel zu mild. Das verhilft der Natur zu Siebenmeilenstiefeln. Auch die erste Aprildekade knüpfte nahtlos daran an. Die Obstbäume stehen in voller Blüte, die Natur ist ihrer Zeit weit voraus. Und nun schlägt der Nachtfrost zu, viele Obstbaumblüten sind schwer geschädigt oder gar erfroren. Die Apfelernte wird dadurch deutlich schlechter ausfallen als im Vorjahr. Die Schäden könnten sich landesweit zu Millionen aufsummieren.

In den letzten beiden Nächten waren viele Obst- und Weinbauern mit Hightech-Geräten unterwegs und Schadensbegrenzung zu betreiben. Ein bekanntes Verfahren zum Schutz von offenen Obstbaumblüten vor Nachtfrösten ist die Vereisung derselben. Auch wenn es sich vielleicht paradox anhört, aber eine Eisschicht um die Blüten schützt diese vor dem Erfrieren.

Andere Landwirte versuchten sich mit Warmluftgebläsen, kleinen Feuerchen etc. Vereinzelt kamen sogar Hubschrauber zum Einsatz. Sie versuchten die Luft durcheinanderzuwirbeln und zu vermischen, um so das besonders starke Auskühlen der Luftschicht in den untersten Metern zu verhindern. Das schlug fehl, weil die Luft einfach zu kalt war und auch in Höhen von 50 bis 100 Metern über dem Boden leichte bis mäßige Fröste über mehrere Stunden hinweg vorherrschten. Und leider schlug der Nachtfrost in der Nacht auf Donnerstag in weiten Landesteilen zu, stellenweise sogar mit minus 3 bis minus 7 Grad, wie wetter.net am Donnerstag berichtete.

Kein Wunder also, dass nun viele Obstbauern, und das nicht nur im Süden, teils erhebliche Ernteeinbußen in Sachen Obst befürchten müssen. In manchen Gegenden wurden nach ersten Schätzungen 90% der Obstbaumblüten geschädigt oder sind erfroren. Wie die Weinreben die Fröste verkraftet haben, ist noch unklar. Aber auch hier muss mit Schäden und Ernteeinbußen gerechnet werden, so wetter.net. Und der nächste Nachtfrost steht bereits in der Nacht auf Sonntag für die Südhälfte vor der Tür, allerdings etwas weniger stark und weniger verbreitet als in den vergangenen Nächten.







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