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Wetter-News: KOHLENDIOXID-ABGABE DER TUNDRABÖDEN WÄCHST
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 14.05.2017 06:35
KOHLENDIOXID-ABGABE DER TUNDRABÖDEN WÄCHST

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Wiesbaden (Q.met) - Die Erwärmung der Erde erweist sich immer mehr als Selbstverstärkungsprozess. Wie nun die NASA auf ihrer Seite in einem Artikel von Ellen Gray berichtet, geben beispielsweise Tundraböden in Alaska immer mehr Kohlendioxid an die Atmosphäre ab.

Die Erwärmung der Erde führt nicht nur längeren Vegetationsperioden in unseren Breiten, sondern auch zu längeren Phasen, in den die Wechselfrostböden in subpolaren Breiten, vorwiegend Tundraböden, im Sommerhalbjahr auftauen.

Eine Gruppe von Forschern der San Diego Universität in Kalifornien hat dies anhand der Tundraböden in Alaska untersucht und Messungen durchgeführt. Ergebnis: das organische Material der Böden kann immer größere Mengen an Kohlendioxid an die Luft abgeben, weil die Zeiträume, in denen das möglich ist, aufgrund der Erwärmung der Erde immer länger werden und die Ruhephasen der Böden, in denen der Dauerfrost sie in die Winterstarre versetzt, immer kürzer werden. Damit wachsen auch die an die Erdatmosphäre abgegebenen Gesamtmengen immer mehr an. Der beschriebene Vorgang dauert Messungen zufolge vermutlich schon einige Jahrzehnte an.

Das über tausende von Jahren in Böden jenseits von 60 Grad nördlicher Breite eingelagerte Kohlendioxid würde den Kohlendioxidgehalt der Luft verdoppeln, würde es mit einem Mal freigesetzt. Es handelt sich also nicht gerade um vernachlässigbare Mengen.

Als Folge der Ergebnisse sollen nun die Messungen zum Kohlendioxidgehalt und auch zum Methangehalt der Luft, beides so genannte Treibhausgase, die die Erderwärmung befeuern, während der Sommerhalbjahre in Alaska und im Nordwesten Kanadas ausgeweitet werden, um eine breitere und genauere Datengrundlage zu bekommen.







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