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Wetter-News: VIEL ZU WARMER JUNI HAT DIE DÜRRE MASSIV ANGEKURBELT
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 02.07.2018 06:07
VIEL ZU WARMER JUNI HAT DIE DÜRRE MASSIV ANGEKURBELT

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Wiesbaden (Q.met) - Wie erwartet ist der Juni mit knapp 2,5 Grad über dem langjährigen Mittel zu Ende gegangen. Damit ist er der dritte zu warme Monat in Folge. Niederschlagstechnisch sah es wie im April und Mai düster aus – die extreme Trockenheit dürfte im Juli zu einem echten Problem werden.

Der Juni 2018 hat sich mit fast 18 Grad Mitteltemperatur und damit 2,5 Grad mehr als üblich in die Reihe der deutlich zu warmen Monate eingereiht. Auch April (knapp 5 Grad) und Mai (rund 4 Grad) waren bereits massiv zu warm und geben Anlass zur Sorge. Die sonst in der ersten Hälfte des Junis auftretende Schafskälte, ein Kälterückfall, fiel zunächst aus und fand dann in deutlich abgeschwächter Form zum kalendarischen Sommeranfang statt. Doch zum Monatsende hin war bereits der Hochsommer wieder zurück.

Wie schon im April und Mai brachte auch der Juni kaum Regen. Im bundesweiten Mittel wurde die knappe Hälfte erreicht, doch regional sieht es noch viel erschreckender aus: In Erfurt fielen im gesamten Monat nur 4,9 Liter (7% des Solls), in Magdeburg 6,7 Liter (11%) und auf Helgoland 10,7 Liter (20%). Für Land- und Forstwirtschaft bedeuten diese geringen Niederschlagsmengen gravierende Einbußen, die teilweise sogar existenzbedrohend zu werden scheinen. Ganz anders sah es z. B. in Stuttgart mit 95,9 Litern (100% des Monatssolls) und in Straubing mit 92,3 Litern (101%) aus, wo in der ersten Monatshälfte schwere Unwetter mit Starkregen teilweise katastrophale Schäden anrichteten.

Nur die Sonnenscheinstunden verliefen im Juni nach Soll. Mit rund 215 Stunden wurde das Monatsmittel von 198 Stunden nur unwesentlich übertroffen. Regionale Unterschiede fielen insgesamt eher marginal aus.

Nach drei extrem trockenen und sehr warmen Monaten ist der Sommer offenbar auf traurigem Rekord-Kurs. Zwar weiß der Juli nicht wie die Vormonate waren, doch der Trend für einen vor allem weiterhin zu trockenen Juli und August ist gemacht. Für den Agrarsektor heißt das letztlich nichts Gutes...







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