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Wetter-News: HOHES UNWETTERPOTENZIAL AN DEN SÜDALPEN
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 02.04.2019 12:04
HOHES UNWETTERPOTENZIAL AN DEN SÜDALPEN

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Wiesbaden (Q.met) - Tief Philipp und seine Ableger sorgen mit höhenkalter Luft in der zweiten Wochenhälfte für Ungemach an den Südalpen. Mit südlichen Winden wird feuchte Mittelmeerluft gegen die Alpen gedrückt. Bis zur Nacht auf Freitag drohen enorme Regenmengen.

In der Wetterküche brodelt es gewaltig. Ein ausgedehntes Tief über Westeuropa weitet sich bis Donnerstag zu uns und in den westlichen Mittelmeerraum aus. Ursache hierfür ist winterlich kalte Luft in höheren Luftschichten, die mit mehreren Drehzentren ihr Eigenleben beginnt und die Bildung von Tiefdruckgebieten auch am Boden fördert.

Gleichzeitig herrschen sehr labile Verhältnisse, die Luft wird zu raschem Aufsteigen und Abkühlen gezwungen. Das Auftreffen der südlichen Winde auf die Alpen verschärft diese Situation, die feuchte Mittelmeerluft wird gegen die Südalpen gedrückt und wie ein Schwamm ausgequetscht. Weiter nordwestlich sitzt ihr zudem deutlich kühlere Luft im Nacken, die nach Süden und Osten drängt. Die Folge sind ab der zweiten Tageshälfte des Mittwochs länger anhaltende und sehr starke Regenfälle im Südalpenraum.

Zunächst ist die Region von den französischen Westalpen über die Südschweiz bis zum äußersten Nordwesten Italiens betroffen. Im Alpenstau droht bis zur Nacht auf Freitag bis zu 260 Liter Regen pro Quadratmeter. In den Hochlagen schneit es. Aufgrund der enormen Regenmengen binnen 24 bis 36 Stunden sind Erdrutsche und Schlammlawinen sowie lokale Überschwemmungen und Sturzfluten zu befürchten.

Der Schwerpunkt von Regen und Schnee verlagert sich während der zweiten Tageshälfte des Donnerstags und am Freitag weiter nach Osten, so dass dann der Süden Österreichs und der äußersten Norden und Nordosten Italiens von diesem Schlammassel betroffen sein werden. Auch hier können beträchtliche Regenmengen große Probleme bereiten. Die Regenmengen summieren sich bis Freitagmittag auf bis zu 190 Liter pro Quadratmeter.

Verantwortlich für die hohen Regenmengen ist die feuchte Südluft, die zusammen mit einem Höhentief gegen die die Alpen drückt, erklärt wetter.net. Hinzu kommen die erheblichen Temperaturunterschiede zur kühleren Luft weiter westlich und nördlich.







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