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Wetter-News: ATOMKRAFTWERKE IM HITZESTAU
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 20.07.2010 07:17
ATOMKRAFTWERKE IM HITZESTAU

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Wiesbaden (Q.met) - Der heiße Juli mischt die Karten auf den Verlierer- und Gewinnerseiten dieses Jahres völlig neu.

Ein Verlierer könnte in diesem Sommer die Kernkraft werden, falls sich die Hitzperioden bis Ende August wiederholen sollten und die Zeiten der Abkühlung spärlich ausfallen. In der vergangenen Woche mussten deshalb bereits einige Atomkraftwerke ihre Leistung drosseln. Schon der Jahrhundertsommer 2003 hatte die Anfälligkeit der Kernenergie gegenüber anhaltend hohen Temperaturen zutage gebracht.

Ursache ist der hohe Kühlwasserbedarf von Kernkraftwerken. Je nach Kühlsystem und schützenswürdigem Fischbestand des betreffenden Flusses benötigen diese Kühlwasser mit Temperaturen unterhalb von 23 bis 28 Grad. Andernfalls liegt die Kühlwassertemperatur zu hoch. Dann stünden sowohl die Sicherheit der Atomkraftwerte als auch das Überleben der ohnehin nicht übermäßig artenreichen Fischbestände in Deutschlands größten Flüssen auf dem Spiel.

Erschwerend kommt der stark erhöhte Stromverbrauch in Zeiten wie diesen hinzu. Zahllose Klimaanlagen verrichten oft Schwerstarbeit und laufen ohne Unterbrechungen.

So können wir nur hoffen, das sich Petrus einsichtig zeigt und uns von weiteren, länger andauernden Hitzewellen verschont. Dennoch dürfte diese Problematik unter dem Eindruck weltweit steigender Temperaturen in den kommenden Jahren immer mehr in den Vordergrund treten und gegebenenfalls eine Neubewertung bezüglich der Umweltfreundlichkeit und der Anfälligkeit von Atomenergie gegenüber dem Wetter notwendig machen.

Bis zum nächsten Mal.

Udo Baum
Diplom-Geograf und Meteorologe






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