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Wetter-News: TORNADOS IN HESSEN UND BRANDENBURG: HÄUSER UNBEWOHNBAR
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 20.08.2026 10:04
TORNADOS IN HESSEN UND BRANDENBURG: HÄUSER UNBEWOHNBAR

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Wiesbaden (Q.met) -

Am Mittwochabend zogen schwere Gewitter über Deutschland und hinterließen Spuren, wie man sie in diesem Sommer kaum gesehen hat. Für den Raum Wetzlar in Hessen bestätigte der Deutsche Wetterdienst am Donnerstag einen Tornado, rund 60 Häuser sind beschädigt, einige unbewohnbar. Auch in Brandenburg riss ein Wirbel Dächer auf. In Rheinland-Pfalz starb eine Frau.

Dächer weg, Familien ohne Wohnung

In Wetzlar zählte die Feuerwehr rund 60 beschädigte Häuser, im Stadtteil Münchholzhausen und im benachbarten Solms deckte der Wirbel Dächer komplett ab. Dachteile flogen bis zu 100 Meter weit, mehrere Familien kamen nicht in ihre Wohnungen zurück. Solms' Bürgermeisterin Katharina Didlapp sagte dem Hessischen Rundfunk: „Es ist wirklich schrecklich.“ In Fürstenwalde/Spree wurde gegen 17 Uhr das Dach einer Kita aufgerissen, in einem Wohngebiet stürzten mindestens 28 Bäume um. Tödlich endete der Abend im Norden von Rheinland-Pfalz: Nach Polizeiangaben starb eine 58-Jährige, als ein Baum auf eine Schutzhütte fiel.

Tornado oder Fallwind – die Spurensuche läuft

Schwülwarme Luft mit hohen Taupunkten, ein kräftiger Höhentrog über Westeuropa und stark zunehmender Wind mit der Höhe: Diese Mischung liefert die Rotation, aus der einzelne Gewitterzellen einen Schlauch bis zum Boden ausbilden. Ob ein Tornado oder ein Fallwind die Dächer abräumt, entscheidet erst das Schadensbild. Ein Tornado hinterlässt eine schmale, oft gewundene Bahn mit wirr geworfenen Bäumen, ein Downburst ein fächerförmiges Muster. Für Wetzlar steht der Tornado fest, die Stärke wird noch ermittelt. Das Ereignis von Fürstenwalde führt die Europäische Unwetterdatenbank als Tornado, der DWD blieb zunächst vorsichtig.

Zwei Wirbel in einer bisher zahmen Saison

Bemerkenswert ist das Timing. Bis Ende Juli standen laut DWD-Zwischenbilanz vom 31. Juli nur 13 bestätigte Tornados in den Büchern, im Mittel der Jahre 2000 bis 2024 sind es 49 pro Jahr. Der erste Fall am 3. Juni war der späteste Saisonstart seit Beginn der Auswertung – lange Hochdruckphasen und Dürre hatten der Atmosphäre die Feuchte entzogen. Damit ist es nun vorbei: Am Freitag fallen im Südosten 20 bis 50 Liter pro Quadratmeter, im Westen sind einzelne Unwetter mit Hagel und Böen um 70 km/h möglich. Auch am Wochenende und bis Mitte nächster Woche bleibt es gewittrig.







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