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Wetter-News: GEWITTERASTHMA IM SÜDOSTEN: ALLERGIKER SOLLTEN DRINNEN BLEIBEN
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 26.08.2026 16:07
GEWITTERASTHMA IM SÜDOSTEN: ALLERGIKER SOLLTEN DRINNEN BLEIBEN

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Wiesbaden (Q.met) -

Am Donnerstagabend und am Freitag ziehen kräftige Gewitter über Deutschland - für Allergiker kann das mehr bedeuten als eine nasse Jacke. Fallwinde reißen Pollen und Pilzsporen zu Boden, unterwegs platzen die Körner auf und setzen winzige Allergene frei. Mediziner nennen das Gewitterasthma. Wo die Lage jetzt heikel wird und wer aufpassen sollte.

Wenn Pollen zerplatzen

Gewitter saugen Pollen und Pilzsporen mit den Aufwinden nach oben und drücken sie mit den Fallwinden schlagartig zu Boden. Unterwegs quellen die Körner in der feuchten Luft auf und zerplatzen. Frei werden Allergenbruchstücke unter fünf Mikrometer - klein genug für die unteren Atemwege, wohin ganze Pollenkörner nie gelangen. Diese Grenze nennt die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, der Allergieinformationsdienst rechnet mit ersten Beschwerden 20 bis 30 Minuten nach Gewitterbeginn. In Melbourne kamen im November 2016 nach einem Gewitter 3.365 Menschen an einem einzigen Tag in die Notaufnahmen, acht starben.

Gewitter treffen auf Ambrosia

Am Donnerstagabend ziehen von Westen kräftige Gewitter auf, am Freitag verlagert sich der Schwerpunkt in die Südosthälfte - dort mit Starkregen um 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter, größerem Hagel und schweren Sturmböen. Ausgerechnet dort legt der Ambrosiaflug zu: Nach der Wochenprognose der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst nähert sich das Traubenkraut im südöstlichen Brandenburg und im nördlichen Sachsen der Vollblüte, örtlich mit hohen Werten. Beifuß liegt im Nordosten noch im mäßigen Bereich, Brennnessel erreicht an trockenen Tagen hohe Werte.

Was Allergiker jetzt tun sollten

Ein Melbourne-Szenario ist bei uns nicht zu erwarten. Die Gräserpollen, der klassische Auslöser, blieben nach der Dürre das ganze Jahr auf niedrigem Niveau. Prof. Karl-Christian Bergmann vom Allergie-Centrum-Charité in Berlin berichtet zwar von mehr Notfallbesuchen bei Gewittern in der Gräserpollensaison, so schwere Reaktionen wie in Australien seien hierzulande aber nicht beobachtet worden. Trotzdem gilt: beim ersten Grollen Fenster schließen, drinnen bleiben, das Notfallspray in Reichweite legen. Wer Asthma hat, sollte sein Kortisonspray in diesen Tagen nicht auslassen.







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