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Wetter-News: FRÜHER LAUBFALL IN DEUTSCHEN WÄLDERN: REGEN HILFT NUR KURZ
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 07.09.2026 10:05
FRÜHER LAUBFALL IN DEUTSCHEN WÄLDERN: REGEN HILFT NUR KURZ

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Wiesbaden (Q.met) -

Wer derzeit durch den Wald geht, hört es rascheln, obwohl der Herbst gerade erst anläuft: Nach dem zweitwärmsten Sommer seit 1881 werfen Buchen, Birken und Eichen ihr Laub Wochen zu früh ab. Ab Mittwoch bringt eine Kaltfront kühlere Luft und Regen. Für die ausgetrockneten Waldböden ist das allerdings nur ein Strohfeuer.

Der Wald schaltet in den Notmodus

In vielen Regionen liegt das Laub schon jetzt knöchelhoch. Der Bayerische Waldbesitzerverband nennt das eine Vernunftentscheidung der Bäume: Sie holen Nährstoffe aus den Blättern zurück und werfen sie ab, um die Verdunstung zu stoppen. Nathalie Kolb von den Bayerischen Staatsforsten sagt dazu: "Das geht in diesem Jahr schon auffallend früh los." Daneben gibt es einen zweiten, gefährlicheren Weg: Blätter, die in der prallen Sonne verbrennen und absterben, bevor der Baum etwas retten kann. Sorgenkind ist die Rotbuche. Wirft sie früh ab, steckt meist schon mehr Schaden im Baum als nur ein verlorenes Blatt.

Ab Mittwoch Regen - aber nur für den Oberboden

Ab Mittwoch dreht die Wetterlage. Eine Kaltfront schiebt kühle Atlantikluft heran, die Höchstwerte sinken auf 17 bis 21 Grad, nachts wird es mit 14 bis 9 Grad frisch. Vom Nordwesten bis in den Süden fallen Schauer, am Alpenrand und im südlichen Alpenvorland regnet es länger und kräftig. Der Haken: Solcher Regen füllt die obersten Zentimeter, nicht den Vorrat in ein bis zwei Metern Tiefe, aus dem die Bäume im Hochsommer schöpfen. Der Sommer schloss laut DWD mit rund 171 Litern pro Quadratmeter und damit 72 Prozent des Solls, am nördlichen Oberrhein fielen nur etwa 70 Liter.

Die Rechnung kommt erst in den nächsten Jahren

Der frühe Blattverlust wirkt lange nach: Wochen an Photosynthese fehlen, die Jahresringe fallen schmaler aus, junge Eichen bleiben im Höhenwachstum stehen. Wie ernst das ist, zeigt eine Langzeituntersuchung aus der Nordschweiz nach dem Dürrejahr 2018. Von den Buchen mit vorzeitigem Laubfall starben binnen drei Jahren 7,2 Prozent ab, bei unauffälligen Bäumen waren es 1,3 Prozent, knapp 23 Prozent zeigten später Borkenkäferbefall. Nathalie Kolb macht deshalb wenig Hoffnung: Es brauche einen nassen, verregneten Herbst und Winter, damit die tieferen Bodenschichten wieder volllaufen.







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