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Wetter-News: TORFBRÄNDE IN INDONESIEN: 1,4 MILLIONEN SCHÜLER DAHEIM
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 14.09.2026 07:07
TORFBRÄNDE IN INDONESIEN: 1,4 MILLIONEN SCHÜLER DAHEIM

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Wiesbaden (Q.met) -

Über Borneo und Sumatra hängt seit Wochen eine Dunstglocke aus Rauch. Wald- und Torfbrände haben die Luft in Teilen Indonesiens in Bereiche gedrückt, für die die Messskala kaum noch Worte hat – Millionen Kinder sitzen statt im Klassenzimmer vor dem Bildschirm. Treiber ist eine Dürre, die ein außergewöhnlich starker El Niño verschärft. Und das Feuer frisst sich in den Boden.

Luftwerte jenseits der Gefahrenschwelle

In Westkalimantan auf Borneo meldeten Messstellen Anfang September Luftqualitätswerte über 1.000 – die indonesische Skala stuft bereits Werte ab 300 als gefährlich ein. Rund 12.800 Schulen auf Sumatra und Borneo blieben geschlossen, etwa 1,4 Millionen Schülerinnen und Schüler lernen von zu Hause, allein 1,1 Millionen davon in Westkalimantan. Nach Angaben des malaysischen Gesundheitsministeriums stiegen die Asthmafälle im Nachbarland binnen einer Woche um 259 Prozent, die Atemwegsinfekte um 124 Prozent. Kuching auf Borneo führte zeitweise die Liste der am stärksten verschmutzten Städte der Welt an.

Weltweit größte Feuerquelle

Der europäische Copernicus-Atmosphärendienst CAMS beziffert die Emissionen der indonesischen Feuer allein für den 1. bis 7. September auf 19,7 Millionen Tonnen Kohlenstoff. Das ist mehr als ein Drittel aller Feueremissionen weltweit in dieser Woche und der höchste Wert eines einzelnen Staates. Für das gesamte Jahr 2026 kommen bis zum 7. September rund 76 Millionen Tonnen zusammen. Damit liege Indonesien ungefähr auf dem Kurs des El-Niño-Jahres 2015, sagt der Feuerforscher Guido van der Werf von der Universität Wageningen – damals brannten 2,6 Millionen Hektar und setzten 333 Millionen Tonnen frei.

Erlösung bringt erst der Regen

Für Plantagen entwässerte Torfböden brennen unterirdisch weiter und lassen sich kaum löschen – ergiebiger Regen ist die einzige wirkliche Entlastung. Der setzt in der Region normalerweise erst im Oktober oder November ein, und der kräftige El Niño dürfte ihn eher verzögern als beschleunigen. Es ist dieselbe Antriebskraft, die dem Atlantik in diesem Jahr eine rekordverdächtig hurrikanarme Saison beschert. Zu uns kommt von dem Rauch nichts: Bei uns zieht am Dienstag eine Kaltfront mit kräftigen Gewittern durch, zum Wochenende frischt der Wind an Nord- und Ostsee stürmisch auf.







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