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Wetter-News: STURZFLUTEN AUF KRETA: BERGDÖRFER OHNE STROM UND ZUFAHRT
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 02.10.2026 10:08
STURZFLUTEN AUF KRETA: BERGDÖRFER OHNE STROM UND ZUFAHRT

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Wiesbaden (Q.met) -

Auf Kreta stehen ganze Ortschaften im Schlamm: Seit Mittwochabend haben Sturzfluten eine Brücke weggerissen, Straßen zerstört und Bergdörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Ein Mann kam ums Leben. Und der Regen ist noch nicht vorbei – der Zivilschutz hält die höchste Alarmstufe bis Sonntag aufrecht.

Über 360 Liter in zwei Tagen

Die Messwerte sind für den Oktober außergewöhnlich: In Anogia im Kreis Rethymno kamen zwischen Mittwoch und Donnerstagnachmittag rund 361 Liter pro Quadratmeter zusammen, in Tzermiado auf der Lasithi-Hochebene 174, in Samaria 153 und in Sembronas bei Chania 149 Liter. Am Profitis Ilias bei Iraklio wurden über 220 Liter registriert. Das ist mehr, als die Insel sonst in zwei kompletten Oktobermonaten abbekommt. Ein 80-jähriger Viehhalter aus Karines starb, als ihn ein Sturzbach erfasste. Bei Livadia riss das Wasser die Diskouri-Brücke weg, ein Paar stürzte mit dem Fahrzeug ins Bachbett und wurde verletzt.

Warmes Meer trifft steile Berge

Hinter der Lage steckt ein Tief über der Ägäis, das kräftige Nordostwinde gegen die Nordküste Kretas drückt – auf See Windstärke 8 bis 9, Böen über 90 Kilometer pro Stunde. An den Lefka Ori und am Psiloritis wird die feuchte Luft zum Aufsteigen gezwungen, und der Regen fällt stundenlang über denselben Hängen. Dazu kommt der Treibstoff aus dem Meer: Das Mittelmeer lag im September nach Copernicus-Daten im Mittel bei rund 28 Grad und damit mehr als zwei Grad über dem Durchschnitt von 1991 bis 2020. Je wärmer das Wasser, desto mehr Feuchte steht solchen Tiefs zur Verfügung.

Bis Sonntag keine Entwarnung

Die Modelle rechnen bis Sonntag örtlich mit weiteren 400 bis über 450 Litern pro Quadratmeter, vor allem im Bergland zwischen Chania, Rethymno und Iraklio. Der griechische Wetterdienst EMY hat für Freitagnachmittag erneut gewarnt, die Gemeinde Mylopotamos steht im Katastrophenzustand, Schulen bleiben geschlossen, per 112-Alarm gelten örtlich Fahrverbote. Wer gerade dort Urlaub macht, sollte Schluchten, Bachbetten und Bergstraßen konsequent meiden. In Deutschland bleibt es dagegen ruhig: am Wochenende 17 bis 24 Grad mit Frühnebel, danach Hochdruck und zur Wochenmitte am Oberrhein bis 27 Grad.







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