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Wetter-News: KALTLUFTTROPFEN ÜBER DEM SÜDEN: GEWITTER TROTZ HOCHDRUCK
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 05.10.2026 07:15
KALTLUFTTROPFEN ÜBER DEM SÜDEN: GEWITTER TROTZ HOCHDRUCK

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Wiesbaden (Q.met) -

Der Wochenstart zeigt zwei Gesichter: Während es vom Rheinland bis an die Ostsee nach Nebelauflösung freundlich bleibt, gehen über Bayern und dem Süden Baden-Württembergs Schauer und einzelne Gewitter nieder. Verantwortlich ist ein Höhentief über Frankreich, ein sogenannter Kaltlufttropfen. Genau dieses Muster hat in Katalonien am Wochenende über 200 Liter Regen gebracht.

Ein Tief, das es am Boden kaum gibt

Ein Kaltlufttropfen ist ein mehrere hundert bis rund tausend Kilometer großes Gebiet besonders kalter Luft in etwa 4.000 bis 9.000 Metern Höhe. Es schnürt sich vom Starkwindband des Jetstreams ab und zieht danach seine eigenen Wege, manchmal sogar gegen die sonstige Strömung. Fronten besitzt so ein Gebilde nicht, und am Boden zeigt das Barometer oft weiter Hochdruck. Labil wird die Luft trotzdem: oben eiskalt, unten mild und feucht – das reicht für kräftige Schauer und einzelne Gewitter. Zugbahn und Lebensdauer sind für die Wettermodelle notorisch schwer zu fassen, weshalb solche Lagen gern den Sonnenschein verderben, der am Vortag noch vorhergesagt war.

Am Mittelmeer wird daraus eine Katastrophe

Dasselbe Grundmuster heißt über Spanien DANA und endet dort regelmäßig tödlich. Rund um Barcelona fielen am Samstag und in der Nacht zum Sonntag stellenweise mehr als 200 Liter pro Quadratmeter, in L'Ametlla de Mar meldete der katalanische Wetterdienst Meteocat 273 Liter binnen zwei Tagen. Der spanische Wetterdienst AEMET hatte ab Samstagabend die höchste Warnstufe Rot ausgegeben, mindestens drei Menschen kamen ums Leben. Der Unterschied liegt im Wasserangebot: Das Mittelmeer lag im September nach Copernicus-Daten bei rund 28 Grad, etwa zwei Grad über dem Mittel 1991 bis 2020. Diese Dampfmaschine fehlt über Deutschland.

Unsere Vorhersage für die Woche

Der Dienstag verläuft ruhig, nach teils zähem Frühnebel setzt sich verbreitet die Sonne durch. Am Mittwoch wird es im Westen wolkiger, abends und in der Nacht zum Donnerstag ziehen erste Schauer und vereinzelt Gewitter auf. Der Donnerstag bringt dann den eigentlichen Umschwung mit verbreitetem, teils kräftigem Regen, die größten Mengen erwarten wir im Süden und Südosten, in den Staulagen von Alpen und Schwarzwald ist Dauerregen möglich. Dazu frischt der Wind auf, an der See und im höheren Bergland sind Sturmböen wahrscheinlich. Die Höchstwerte sinken von bis zu 25 Grad am Mittwoch auf 14 bis 20 Grad, am Freitag auf 13 bis 17 Grad.







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