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Wetter-News: HOCHNEBEL ÜBER DEUTSCHLAND: LICHTMANGEL DRÜCKT AUF DIE STIMMUNG
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 26.10.2026 14:05
HOCHNEBEL ÜBER DEUTSCHLAND: LICHTMANGEL DRÜCKT AUF DIE STIMMUNG

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Wiesbaden (Q.met) -

Einmal noch zeigt sich der Oktober von seiner goldenen Seite: Am Dienstag wird es im Südwesten bis 21 Grad mild. Ab Donnerstag legt sich dann ein grauer Deckel über weite Teile Deutschlands. Bis über Allerheiligen hinaus halten sich Nebel und Hochnebel oft den ganzen Tag. Zusammen mit der frühen Dunkelheit nach der Zeitumstellung wird das Tageslicht knapp, und das schlägt vielen Menschen aufs Gemüt.

Erst Sonne, dann tagelang grau

Vor einer Kaltfront strömt am Dienstag sehr milde Luft ins Land. Wir erwarten 14 bis 19 Grad, am Oberrhein und in Baden-Württemberg örtlich 20 bis 21 Grad, im Süden scheint länger die Sonne. Auch der Mittwoch bleibt mit 12 bis 17 Grad mild, an der Nordsee ist es noch windig. Ab Donnerstag übernimmt ein Hoch, unter dem sich kalte, feuchte Luft sammelt. Vielerorts lösen sich Nebel und Hochnebel dann nur zäh oder gar nicht mehr auf. Am Samstag kommen manche Regionen Bayerns im Dauernebel kaum über 7 Grad hinaus, sonst sind meist 8 bis 14 Grad drin. Nachts kühlt es auf 8 bis 0 Grad ab. Sonnig bleibt es oft nur auf den höheren Gipfeln der Mittelgebirge und im südlichen Alpenvorland. Gefährliches Wetter steht bis Allerheiligen nicht an.

Warum das Grau aufs Gemüt schlägt

Ein Büro kommt auf rund 500 Lux. Ein trüber Wintertag erreicht draußen nach Angaben des Chronobiologen Jürgen Zulley bis etwa 1.500 Lux, ein heller Sommertag dagegen über 100.000 Lux. Unter einer dichten Hochnebeldecke bleibt die Lichtmenge also gering, und seit der Zeitumstellung ist es schon kurz nach 17 Uhr dunkel. Viele Menschen fühlen sich dann müde und antriebslos. Laut Stiftung Warentest erlebt etwa jeder Zehnte in der dunklen Jahreszeit starke Stimmungsschwankungen. Die Spanne reicht vom harmlosen Winterblues bis zur ernsthaften Depression. Wer über Wochen niedergeschlagen ist, sollte das ärztlich abklären lassen.

Was gegen den Lichtmangel hilft

Am wirksamsten ist Tageslicht, am besten am Vormittag oder zur Mittagszeit. Selbst unter Hochnebel ist es draußen deutlich heller als drinnen. Wer kann, fährt in die Höhe: Auf vielen Mittelgebirgsgipfeln scheint über dem Nebelmeer die Sonne. Für die Lichttherapie empfiehlt die medizinische Leitlinie laut Stiftung Warentest täglich 30 Minuten mit 10.000 Lux auf der Netzhaut. Viele Tageslichtlampen schaffen das allerdings nur aus weniger als zehn Zentimetern Abstand. Krankenkassen übernehmen die Kosten derzeit nicht. Vitamin D kann die Haut von Oktober bis März kaum bilden, weil die UV-B-Strahlung dafür zu schwach ist. Bildet der Körper selbst kein Vitamin D, nennt die DGE als Schätzwert 20 Mikrogramm pro Tag. Ob Präparate nötig sind, klärt man am besten mit der Hausarztpraxis.







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