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Wetter-News: NOCH KEIN WINTERWETTER IN SICHT
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vom Wetterdienst Q.met GmbH |
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Meldung vom 27.11.2011 06:53 |
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NOCH KEIN WINTERWETTER IN SICHT |
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Wiesbaden (Q.met) - Die Adventszeit wird eingeläutet. Doch die Glocken verkünden auch zum Beginn des meteorologischen Winters weder nachhaltige Kälte noch Schnee. Nur vorwitzig schaut später mal Frau Holle vorbei.
Ganz, ganz zaghaft wagte der Winter einen Blick nach Mitteleuropa. So gab es am Samstag in den höchsten Mittelgebirgslagen und in den Alpen etwas Schnee. Doch es reichte auf dem Brocken im Harz nur für Schneeflecken. Selbst auf der Zugspitze liegen derzeit nur 19 Zentimeter Schnee, dort waren es im November auch schon mal 420 Zentimeter. Der Winter ist schon wieder auf dem Rückzug, erneut weht milde Luft heran. Denn in der Multi-Kulti-Wettergesellschaft kommt zwischen Hoch Afra über Frankreich und den Alpen sowie Tief Yoda über Südskandinaven mit starkem Wind Atlantikluft heran. Statt weißer Unterlage für die Wintersportler ist es in den Bergen grau mit einer hohen Waldbrandgefahr.
Bis zur Wochenmitte bleibt es mild, die Wolkenbänder mit Regen trockenen schon über Westeuropa ab und erreichen uns kaum. Doch von Donnerstag an tut sich etwas in der Atmosphäre. Weit draußen auf dem Atlantik und bei Grönland entsteht ein Sturm, der die Luftströmung auch über Europa verändert. Zum ersten Mal seit vielen Wochen können dann Regenfälle auch Deutschland erfassen. In den höheren Lagen bringen die sogenannten Nikolausstürme auch einige Schneeflocken. Die Schneefallgrenze sinkt vorübergehend bis auf 500 Meter. Für etwa 5 Tage geht es ziemlich wechselhaft zu, eigentlich normal für Anfang Dezember. Nach dem Zweiten Advent baut sich allmählich wieder hoher Luftdruck über Mitteleuropa auf. Dann herrscht das uns allbekannte Wetter mit sehr milder Luft und Sonnenschein in den Bergen sowie Nebel und feuchtkalter Nebelluft in den Tälern. Nachhaltiges Winterwetter ist also nicht in Sicht. Und den Berechnungen des amerikanischen Wetterdienstes zufolge sollen auch die Wintermonate Dezember, Januar und Februar normal bis etwas zu mild ausfallen. Während der Dezember noch durch Trockenheit geprägt sein soll, werden die Monate Januar und Februar zu feucht sein. Aber die letzten Würfel sind noch nicht gefallen. Denn all zu oft bringt irgendeine spontane Entwicklung, auch im entfernsten Winkel der Erde, auch rasch eine Wetterumstellung in Europa. Einigermaßen sicher sind sowieso nur Vorhersagen für die nächsten Tage, weniger für Wochen und Monate.
Bis zum nächsten Mal.
Karl Heinz Oberthier Diplom-Meteorologe
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