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Wetter-News: STÜRMISCHE ZEITEN, MANCHERORTS DROHT ORKAN
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  vom Wetterdienst Q.met GmbH

Meldung vom 11.12.2011 08:09
STÜRMISCHE ZEITEN, MANCHERORTS DROHT ORKAN

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Wiesbaden (Q.met) - Im Laufe der nächsten Tage wandern Orkantiefs vom Atlantik nach Nordeuropa. Die nicht alljährlichen Stürme treffen die Britische Inseln und Irland mit voller Wucht. Auch Mitteleuropa bekommt die Stürme zu spüren.

Wie vor einer Woche an dieser Stelle angekündigt, hat sich die Wetterlage komplett umgestellt. Auch die teils mehr als 100 mm Regen, in höheren Lagen Schnee, kamen mancherorts im Süden Deutschlands vom Himmel.

Doch einen Unterschied gibt es zur damaligen Prognose schon, ein ruhiges Hoch ist in der neuen Woche nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil, über dem Atlantik entstehen immer wieder Sturmtiefs, im Laufe der Woche werden daraus voll ausgewachsene Orkane, die nicht alljährlich auf der Wetterkarte zu finden sind. Diese Superstörme kommen alle drei bis fünf Jahre vor, treffen diesmal vor allem die Britische Inseln, Irland und das Nordseeumfeld. Auch Mitteleuropa bekommt seinen Anteil ab. So drohen von Dienstag an Orkanböen.

Gleich zwei große Sturmfelder wandern bis zum Samstag durch. Ob nun Hergen, Iven oder Joachim genannt spielt keine Rolle. Mit großer Wahrscheinlichkeit richten die Stürme im Nordwesten des Kontinents beträchtliche Schäden an. Auch die freien Lagen Mitteleuropas sind betroffen. Bleibt nur zu hoffen, dass Menschenleben kam zu beklagen sind, da ja auch in Westeuropa enorme Regenmengen vorhergesagt werden.
Ursache der Stürme ist der große Gegensatz zwischen der kalten Luft im Norden und milder Luft über dem mittleren Atlantik. Sehr selten erfolgt mit nur einem Sturm ein starker Ausgleich der Temperaturgegensätze. Häufig ist eine Kette von Stürmen notwendig, um den Temperaturgegensatz abzubauen. Erfahrungsgemäß hält diese unruhige Wetterlage einige Wochen an. Dann beruhigt sich das Wetter, bevor nach 4 bis 6 Wochen in polaren Breiten sich erneut mächtige Kaltluft angesammelt hat, die unter ihrem Gewicht nach Süden strebt. Interessanterweise entscheidet gerade solch ein Kaltluftausbruch das Wettergeschehen für längere Zeit in einer Region. Je nachdem, wo er stattfindet, kann es bei uns dann wieder stürmisch zugehen oder sich ruhiges Hochdruckwetter einstellen. Aber bis dahin ist noch viel Zeit, starke Sonnenaktivität oder ein heftiger Vulkanausbruch könnten einen Strich durch die Wetterberechnungen machen.
Bleiben wir bei der Wochenprognose, und da soll es in den nächsten sieben Tagen mit fast hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit sehr turbulent bei uns zugehen.

Bis zum nächsten Mal.

Karl Heinz Oberthier
Diplom-Meteorologe






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