|
|
Wetter-News: ZAHLREICHE TOTE UND VERLETZTE DURCH GLATTEIS
|
| |
vom Wetterdienst Q.met GmbH |
|
|
|
Meldung vom 12.12.2011 07:30 |
|
ZAHLREICHE TOTE UND VERLETZTE DURCH GLATTEIS |
|
|
|
|
Wiesbaden (Q.met) - Trotz des bislang wenig winterlichen Verlaufs der letzten Wochen sollten sich Autofahrer auf keinen Fall in trügerischer Sicherheit wiegen. Mit Nebel, Reif und überfrierender Nässe weist die Winterzeit auch ohne Schnee genügend Tücken auf.
Wie die traurigen Beispiele vom Samstag zeigen, sollten Autofahrer aufgrund von schneefreien Straßen keinesfalls leichtsinnig mit hoher Geschwindigkeit bedenkenlos unterwegs sein.
Auch ohne Schnee lauern Wintergefahren und bringen Autofahrer unvermittelt in Schwierigkeiten. Am gefährlichsten erweist sich dabei Eisglätte. Am Samstag wurde diese durch überfrierende Nässe verursacht. Auf Rutschbahnen dieser Art darf man mit zu hohem Tempo nicht abrupt bremsen, lenken oder durch eine Kurve fahren. Neben einem Fahrsicherheitstraining empfiehlt sich grundsätzlich bei einer möglichen Gefahrenlage eine vorsichtige Fahrweise. Bei feuchten Straßen durch vorhergehenden Regen, Nassschnee oder Nebel und Werten nahe 0 Grad ist diese Gefahrenlage im Winter grundsätzlich gegeben. Typischerweise sind gerade Waldstücke und auf Brücken, wo Feuchtigkeit sich länger hält oder hohe Luftfeuchtigkeit aus der Luft sich ablagert, besondere Gefahrenstellen.
Diesmal waren von gefährlicher Eisglätte neben einigen Mittelgebirgsregionen auch einige Gegenden im Flachland betroffen, vor allem Gebiete in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Fünf Tote und zahlreiche Verletzte sind zu beklagen. Gerade unerfahrene Anfänger tappen immer wieder in Winterfallen, sind sie doch häufig viel zu schnell unterwegs. Das kann leider schnell mit dem Tod enden.
Zeigt das Thermometer bei klarem oder wolkenarmem Himmel und wenig Wind oder Windstille Temperaturen unter 4 Grad bei gleichzeitig feuchten Straßen, sollte bei Autofahrern die Alarmglocke angehen und der Fuß umgehend vom Gas genommen werden. Ähnlich verhält sich die Situation bei plötzlich auftretenden Nebelbänken / -wänden. Auch hier ist es unverantwortlich und grob fahrlässig, ungebremst durch den Nebel zu rasen. Leider kennt die Unvernunft in unserer immer kurz-/schnelllebigeren Welt mit immer neuen Superlativen kaum noch Grenzen.
Auch in der Nacht zum morgigen Montag und am Montag lauern örtliche Gefahren auf den Straßen. So können sich in den Frühstunden des Montags in höheren Lagen im Westen Schnee oder Glatteisregen anfangs unter den prognostizierten Regen mischen. Später besteht dann vor allem dort im Südosten Glättegefahr, wo sich zuvor negative Temperaturen oder Werte um den Gefrierpunkt festgesetzt haben und nun örtlich Regen, Schneeregen oder Eisregen fällt, warnt das Team von WETTER.NET. Auch nachts besteht dann in den Mittelgebirgen und in der Südosthälfte Glättegefahr durch überfrierende Nässe, vereinzelt auch durch Schneeregen.
Bis zum nächsten Mal.
Udo Baum Diplom-Geograf und Meteorologe
|
|
|
|
|
|