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Wetter-News: WEIßE WEIHNACHT UND DIE STATISTIK
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vom Wetterdienst Q.met GmbH |
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Meldung vom 13.12.2011 07:01 |
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WEIßE WEIHNACHT UND DIE STATISTIK |
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Wiesbaden (Q.met) - Noch elf Tage vergehen, dann wird mit Heiligabend das alljährliche Weihnachtsfest eingeläutet. Wie sieht es rein statistisch eigentlich mit den vielbeschworenen Weihnachten im Winterkleid aus?
Die Chancen für Weiße Weihnachten in den Flussniederungen des Westens sind ohnehin schon gering, doch mit der aktuellen Wetterlage vergrößern sich diese in den großen Städten Westdeutschlands nicht sonderlich.
Statistisch gesehen ist München die Großstadt mit der höchsten Wahrscheinlichkeit für Schnee zum Weihnachtsfest. Immerhin spielt hier Petrus im Schnitt jedes dritte Jahr mit. In Dresden sind diese Chancen mit jedem fünften Jahr schon geringer. In Hamburg müssen sich die Menschen mit einer durchschnittlichen Wiederkehrzeit der weißen Pracht an Weihnachten von rund 9 Jahren begnügen. Am geringsten sind die Aussichten hierauf im Rheinland bei Aachen oder auch im Rhein-Main-Gebiet rund um Frankfurt. Alle zehn Jahre liegt dort an Weihnachten Schnee. Und dies ist erst nicht neuerdings so. Die Legende von der Weißen Weihnacht verbreitete sich zur Mitte des 19. Jahrhunderts und basiertem auf Weihnachtskarten mit einem Schneepanorama, meist aus dem winterlichen Neuengland oder dem Schweizer Hochgebirge.
Nachdem wir im vergangenen Jahr an Weihnachten mit Schnee flächendeckend und teils üppig bedacht wurden, ist schon rein statistisch gesehen die Wahrscheinlichkeit für eine Wiederholung in diesem Jahr ausgesprochen gering. Der Witterungsverlauf der ersten Dezemberhälfte spricht dabei kaum für eine erhöhte Wahrscheinlichkeit in den Tälern des Westens und Nordens, im Gegenteil.
Bessere Chancen ergeben sich naturgemäß für die Mittelgebirge. Dort liegt erfahrungsgemäß meist ausreichend Schnee, auch wenn das traditionelle Weihnachtstauwetter sich bis in größere Höhen der Mittelgebirge durchsetzt.
Dieses Jahr bestehen gute Chancen, dass die Schneemengen ausreichen werden, die um das vierte Adventswochenende zusammenkommen werden, um in den Mittelgebirgen der Landschaft ein weißes Kleid zu verpassen, das an Weihnachten durchhält.
Insgesamt sieht es aber eher danach aus, als hätte das Weihnachtstauwetter weite Teile des Monats in Besitz genommen, so das Team von WETTER.NET. Wer eine weiße Landschaft zur Monatsmitte genießen möchte, der muss schon hoch hinaus.
Ob und wann der Winter mit Dauerfrostluft und Schnee zu uns kommt und auch dem Flachland Schnee bringt, ist noch völlig offen. Zwischen dem letzten Dezemberdrittel und dem ersten Januardrittel müsste jedenfalls ein solcher Anlauf stattfinden, soll nicht der Winter ins Wasser fallen beziehungsweise vom Winde verweht werden, so die Statistik. Aber manchmal ist ja bekanntlich alles anders.
Bis zum nächsten Mal.
Udo Baum Diplom-Geograf und Meteorologe
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